Workshop Bauteilbörsen in Deutschland
Mehr als 20 Teilnehmende aus ganz Deutschland, aus Detmold, Bremen, Hannover, Berlin, Nürnberg, Spreewald, Lörrach usw., trafen sich am 2. und 3. Juni in Goslar zum Austausch. Ziel war es, gemeinsam Chancen, aber auch Herausforderungen bei der Einrichtung einer Bauteilbörse zu diskutieren und Lösungswege zu entwickeln und so die Idee der Bauteilbörsen in Deutschland voranzubringen. Der Erfahrungsstand der Teilnehmenden war dabei sehr unterschiedlich. Einige Initiativen standen am Anfang, andere betrieben Bauteilbörsen bereits seit bis zu 25 Jahren. Einige suchten neue Umsetzungsideen. Und eine Studentin, die ihre Masterarbeit über zirkuläres Bauen schreibt, bereicherte den Austausch.
Der Workshop befasste sich mit Chancen, Risiken und Herausforderungen von Bauteilbörsen. Die unterschiedlichen Perspektiven machten erstaunlich vieles deutlich. Besonders wurden die Themenkreise Rechtssicherheit und Gewährleistung, Struktur und Vernetzung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Digitalisierung, Finanzierung sowie Bildung und Qualifizierung beleuchtet. In der Diskussion wurde deutlich, dass zirkuläres Bauen, also die Wiederverwendung von Baumaterialien im Sinne der Kreislaufwirtschaft, seitens Bundesländer, Regionen und kommunaler Bauherren sehr unterschiedlich betrachtet wird. Von einer klassischen Abwehrhaltung bis hin zu Vorgaben und Verpflichtungen, die in Ausschreibungen einen festen Anteil von Re-Use Bauteilen vorschreiben, reichten die Erfahrungen. In manchen Regionen wurden auch Arbeitszirkel mit Architekten und Planern ins Leben gerufen, in denen zu dem Thema geschult wird.
Für Angelika Lucht, die bei der WiReGo u.a. das Projekt Bauteilbörse betreut, war wichtig, im Rahmen des Workshops die bereits vorhandenen Erfahrungen anderer Bauteilbörsen und Initiativen für die Goslarer Lösung einzubeziehen.
Abschließend ging es in dem Workshop um die Rolle des Bundesverbandes und der zukünftigen Ausrichtung. Hier zeigte sich der Vorstand sehr dankbar für den Input der Teilnehmenden. Ein Dank geht auch an die Stadt Goslar für die Bereitstellung der Räumlichkeiten im Kulturmarktplatz. Die Vor-Ort-Organisation durch die Kreislaufwirtschaft Landkreis Goslar, ein Projekt der WiReGo, wurde sehr gelobt. Am Abend des ersten Workshoptages wurde die gesellige Atmosphäre im Paulaner genutzt, um die Intensivierung der Kontakte zu ermöglichen.
Ansprechpartnerin bei der WiReGo:
Angelika Lucht, Tel.: 05321 / 76-719, E-Mail: angelika.lucht@wirego.de
